Johannes Hustedt, Flöte, studierte Musikpädagogik und Querflöte an den Musikhochschulen in Bremen und Karlsruhe, wo er 1990 das Konzertexamen mit Auszeichnung absolvierte. Mit dem Anliegen musikalisch-kulturellen Austausches übt er eine weltweite Konzerttätigkeit als Grenzgänger zwischen Interpretation und Improvisation aus: Uraufführungen, Rundfunk- und TV-Produktionen als Solist und Kammermusikpartner, Konzerte bei hochkarätigen Festivals, international vielbeachtete CD-Veröffentlichungen bei KOCH International, SwissPan, Guild-Music London/Zürich und Sargasso, London. Die Praxis der Musik Asiens, Südamerikas und Osteuropas sowie der Alten Musik bereichert seinen künstlerischen Ausdruck. Seit 1990 lehrt er an der Hochschule für Musik Karlsruhe und ist ein begehrter Gastdozent. „Musik bedeutet für mich in der Begegnung mit Zuhörern, Mitspielern und Komponisten Offenheit für neue Wege, stetiges Wachsen und Weiterentwicklung.“

Carolin Kriegbaum, Viola, absolvierte ihre Violastudien schon als Jungstudentin bei Serge Collot (Paris), in den USA und an den Musikhochschulen Trossingen und Karlsruhe. Ihre Leidenschaft galt seit frühester Jugend der Kammermusik in unterschiedlichsten Formationen, sie gewann Preise und erhielt Stipendien. Entscheidende Impulse erhielt sie durch ihre Begegnungen mit Sergiu Celibidache im Festivalorchester des Schleswig-Holstein Musikfestivals und seinen Vorlesungen. Seit 1990 ist sie Mitglied im Bach-Collegium Stuttgart der Internationalen Bachakademie. Seit 1987 finden Ausstellungen ihrer Malerei („Malerei am Farbbuffet“ M. Jeney) und seit 1997 Live-Painting Auftritte und Workshops statt. Sie ist offen für jede Musikrichtung: Crossover-Konzerte u. a. mit Jon Lord, Paul McCartney. „Ob Bogen oder Pinsel – das augenblickliche Dabeisein im Fluss der Bewegung von Farben – Klangfarben, in ihrer Möglichkeit von Vielfältigkeit, ist immer wunderbarstes Erlebnis.“

Andreas Hiller, 10-saitige Gitarre, studierte in Trossingen und Bern mit Abschluss Solistendiplom. Nach dem Studium erweiterte er sein Repertoire durch Ausflüge in Jazz, Live-Elektronik, die Musik der östlichen Hemisphäre und die Musik Lateinamerikas. Heute ist er ebenso als Bearbeiter und Arrangeur tätig, sowie als Dozent von Kursen und Workshops. Seit 1990 spielt er eine um vier Saiten erweiterte 10-saitige Gitarre. Als einer der wenigen, die sich ernsthaft mit den Klangmöglichkeiten dieses Instruments beschäftigen, ist er weltweit in Kontakt mit Komponisten, um das Repertoire dafür zu erweitern. Im AVANCE Quartett bildet die 10-saitige Gitarre ein ideales klangliches Fundament mit Tonumfang bis in die Tiefen des Cellos. „Für mich ist Musik diejenige der Künste, die mich am meisten im Innersten berührt, beflügelt und in neue Dimensionen trägt.“

Chai Min Werner, Alphorn, entdeckte für sich das Alphorn bereits in der Kindheit. Seit 2011 spielt sie in klassischen Besetzungen mit Flöte, Viola, Harfe, Gitarre, Klavier, Orgel und als Solistin mit Orchester. Sie war u. a. zu Gast bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart, dem Hohenloher Kultursommer, der Zevener Gitarrenwoche, dem ADAMS International Flute Festival, den Kammerkonzerten der Baden-Badener Philharmonie und bei DAS FEST Karlsruhe. Konzertreisen führten sie in die Schweiz und nach Georgien. Entscheidende Impulse erhält sie durch den Schweizer Alphornisten Balthasar Streiff. In Zusammenarbeit mit internationalen Komponisten wie Hans-Jürg Sommer, Siegmund Schmidt, Pascal Jugy und David Babcock entstehen eigens neue Werke für sie. „Der Klang, den nichts aufhält, der auf allen Ebenen berührt, alles verbindet – der Musiker, Publikum und Schöpfung Eins werden lässt: Das ist, was mich in der Musik begeistert.“

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